Das neuste Microsoft SQL Server 2012 Management Studio (11.0.2100.60, Vollversion) scheint noch Mühe zu haben, 2008 R2 Datenbanken mit Volltextindex zu verwalten. Versucht man auf einem SQL Server 2008 R2 (Express Edition with Advanced Services (64-bit, 10.50.2500.0) einen neuen Full-Text Catalog anzulegen, erscheint eine Fehlermeldung “Full-text is not supported on this edition of SQL Server”, obwohl Full-Text installiert ist und läuft.
Auch das Erstellen eines Scripts (“Script Action”) schlägt fehl mit derselben Meldung.
Mit SQL 2008 R2 Management funktioniert es zu Glück einwandfrei wie bisher.
Wissensmanagement
Die Definition von Wissensmanagement ist auf Wikipedia sehr ausführlich beschrieben. Oft wird auch das Modewort Social Software oder Social Tools verwendet, das sich mit dem Wissensmanagement zum Teil überschneidet.
Ein Wissensmanagement-System im SharePoint besteht immer aus mehreren Werkzeugen. Dies können Wiki und Dokumentenablagen sein, aber auch Videos, Bilderserien, Screenshots, FAQ (häufig gestellte Fragen und Antworten), oder andere Instrumente wie, welche Person hat welches Fachwissen (z.B. My Sites), Forum, Blog oder Umfragen.
Die Summe der Werkzeuge ergibt aber kein Wissensmanagement. Jedenfalls nicht mehr, als ein Set mit Schraubenziehern, Hammer und Wasserwaage eine Mauer bauen würde. Der häufigste Irrweg des Technikers ist der Versuch, die Tools so anzuordnen, bis er meint er habe ein Wissensmanagement erstellt. Die Problematik hinter diesem Irrweg ist, dass der Techniker ein potentielles Wissensmanagement erstellt hat. Dieses ist jedoch für normarsterbliche Anwender unbrauchbar, und erfüllt daher nur den Wortlaut der Aufgabe, und nicht dessen Sinn.
Die Herausforderungen bei Wissensmanagement-Projekten gehören die Beratung und Bedürfnisabklärung, welche Teams welche Art von Wissen festhalten wollen und abzugrenzen, was ist überhaupt Wissen. Als 2sic durften wir schon einige Global und Local Player beraten beim Wissensmanagement und diese umsetzen mit Microsoft SharePoint.
Ein Wiki
Ein Wiki hat den klassischen Ansatz, schnell mal etwas aufschreiben, und jeder kann diese Informationen bearbeiten. Ein Wiki ist zwar für vieles super geeignet, aber nicht für alles.
Die Einführung eines Wiki und der Wiki-Kultur in einem Unternehmen ist anspruchsvoll. Es muss in die Firmenkultur und zu der Arbeitsweise der Mitarbeiter passen. Ein leeres Wiki bringt niemandem etwas. Genau so wenig Nutzen bringt ein ungepflegtes Wiki, weil die Anwender nicht wissen, wie man es bedient oder Mitarbeiter befürchten, wenn Sie ihr Wissen preisgeben, würden sie nicht mehr benötigt werden. Aus unserer Erfahrung ist das Wiki eines der letzten Tools, das eingeführt werden sollte. Du solltest niemals SharePoint und Wikis gleichzeitig einführen.
Die Erfahrung von 2sic und anderen SharePoint Spezialisten zeigt, dass niemals alle Mitarbeiter ein Unternehmenswiki nutzen werden. Momentan gibt es noch keinen Grosskonzern in Europa, in dem mehr als 100 Mitarbeiter aktiv ein Wiki pflegen!
Wichtig bei der Planung eines Wiki im Unternehmen ist die Entscheidung, ob das gesamte Unternehmen ein einziges Wiki verwendet, oder jede Abteilung/Team ein separates. Ein Wiki enthält unstrukturiertes Wissen; und weil der Anwender oft gar nicht weiss, wo und wonach er/sie suchen soll, braucht es zentralen Startpunkt, wie z.B. ein Inhaltsverzeichnis.
Das Enterprise Wiki (Unternehmenswiki)
Das Enterprise Wiki ist im SharePoint Server verfügbar als Site Template. Als Zusatz zur einfachen Wiki-Bibliothek im SharePoint biet das Enterprise Wiki u.a.
Strukturierung und Navigation
Mit den Bordmitteln von SharePoint 2010 lassen sich relativ einfach Strukturen in den Wiki-Pool bringen. Hier vier ganz zentrale Navigationselemente, welche in den Beispiel-Screenshots abgebildet sind:
Mit SharePoint 2010 lassen sich gut 90% der Anforderungen der typischen Wissensmanagement-Anforderungen out of the box abdecken. Für die restlichen 10% gibt es mittlerweile Anbieter von Add-Ins, Add-Ons oder Community Erweiterungen.
Übersicht zu Wiki-Erweiterungen und nützliche Tipps und Tricks http://sharepointsocial.de/solutions/wiki-extensions/
Einfacher weg, um den Themenbaum einzubinden für den Endanwender
http://tihomirignatov.blogspot.com/2010/08/how-to-use-metadata-navigation-in.html
Letztes Wochenende besuchten Daniel Mettler, Raphael Müller und ich das ShareCamp 2012 in München. Das ShareCamp ist die grösste deutschsprachige Community Veranstaltung, mit rund 200 Teilnehmern.
Im Voraus und an den drei Tagen durften wir Teilnehmer Vorschläge zu Sessions einreichen, die wir führen wollten. Darunter waren klassische Präsentationen, aber auch viele spannende Diskussionsrunden und wertvoller Erfahrungsaustausch.
So fanden insgesamt 49 Sessions statt in den Räumlichkeiten von Microsoft, drei davon von uns geleitet. Mit dabei waren spannende Themen für Entwickler, Techniker, SharePoint Berater/Strategen, Marketingfachleute sowie Vorstellungen von SharePoint Lösungen und Produkten.
Mit unseren Sessions DotNetNuke als Relationale Datenbank und InfoPath Formulare, Best-Practices, Tipps und Konfiguration stiessen auf sehr grosses Interesse. In der dritten Session SharePoint und DotNetNuke zeigten wir unsere Erfahrungen und Beispiele, die wir damit erfolgreich und effizient umgesetzt haben.
Für mich am interessantesten waren die Entwickler-Sessions zu Push-Benachrichtigungen via SignalR von Christian Heindel mit einer Live-Demo im SharePoint. In SharePoint Debugging – Schwarze Magie faszinierte Patrick Heyde mit seinem Wissen über die Debugging Tools und Vorgehensweisen. Toll war auch die Diskussion nach der Präsentation von SharePointSocial von Michael Greth.
Ich war dieses Jahr das erste Mal am ShareCamp. Durch die Gespräche und Sessions konnte ich viele Eindrücke und neue Einblicke gewinnen. Für das nächste Jahr wäre es anstrebenswert, dass sich noch mehr Teilnehmer trauen, eine Session zu führen. Danke an das Organisatoren Team.
Fotos vom Event
Tablet Computer wie das iPad werden immer beliebter. Sie sind ein tolles Unterhaltungsgerät für Zuhause und Unterwegs, aber sie eignen sich auch für den Business Einsatz. Ich durfte für einen Kunden von uns mehrere Tools auf SharePoint entwickeln, welche vorwiegend am Desktop-Computer genutzt werden, aber auch in einer Gärtnerei auf Tablet Computern.
SharePoint 2010 lässt sich auf dem iPad sehr gut nutzen, sowohl im Safari aber noch viel besser in einer App, die speziell für SharePoint entwickelt wurde. Damit ist es für die Mitarbeiter der Gärtnerei möglich, schnell ein neues Gesteck zu erstellen, zu Fotografieren und die Daten samt Foto gleich in den SharePoint zu laden.
Ich habe die SharePoint App SharePlus auf dem iPad ausführlich getestet. Sie hat bei mir und meinen Kollegen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Alle Programmteile sind sauber und zuverlässig ausgearbeitet und die App ist auf Deutsch verfügbar. Die Benutzerführung ist intuitiv und alle wichtigen SharePoint Listen-Funktionen sind integriert. So lässt sich eine SharePoint Liste bzw. Ansicht sehr performant als Liste oder Tabelle anzeigen, samt Gruppierungen und einer simplen Textsuche. Je nach Listentyp ändert sich die Darstellung, z.B. werden Tasks, benutzerdefinierte Liste und Kontakte als Liste/Tabelle angezeigt, ein Kalender als Kalender-Monatsansicht, Ordner und Dateien als Explorer-Ansicht mit Thumbnails. Die Formulare für Element-Details und das Hinzufügen/Bearbeiten von Listen-Elemente werden als native App-Formulare angezeigt (also keine HTML Formulare), Inklusive der Möglichkeit für Attachments/Anhänge und Content Types (Inhaltstypen). Es kann auch gleich ein Foto, Video oder eine Audio-Aufnahme gemacht werden in der App.
Praktisch an SharePlus ist die Möglichkeit, in der App lokale Dateien zu speichern. Häufig genutzte Sites/Listen/Elemente lassen sich als Favoriten pinnen. Und das Beste: Dieselbe App gibt es für diverse Mobilgeräte-Plattformen – neben dem iPad (iOS) auch auf Android, PlayBook (Blackbarry) und dem Mac von Apple. Eine Windows 7 Mobile Version wird demnächst erscheinen. Auf dem iPad funktioniert die App gut mit anderen Apps zusammen, z.B. für Bearbeitung von Word- und Excel-Dateien und wieder zurück.
Nützlich sein könnte auch die Offline-Funktion. Hier können einzelne Listen bzw. Ansichten als Offline-Kopie synchronisiert werden, um sie dann ohne Internetverbindung anzusehen, zu bearbeiten oder neue Elemente hinzufügen. Beachten sollte man dabei unbedingt, dass allfällige abhängige Listen, z.B. Auswahllisten auch für offline Arbeit eingerichtet werden. Bei meinem Test funktioniert aber die Personenliste (Peoplepicker) im Offline-Modus nicht.
SharePlus funktioniert sowohl mit dem aktuellen Microsoft SharePoint Foundation/Server 2010 und Office 365 (SharePoint Online), als auch mit der Vorgängerversion Windows SharePoint Services 3 (WSS3) bzw. Microsoft Office SharePoint Server 2007 (MOSS 2007).
Gestern ist die Version 3 von SharePlus erschienen. Sie bietet endlich Unterstützung für Claims Based Authentication (im SharePoint 2010) und die Möglichkeit, dasselbe Benutzerkonto/Login für mehrere SharePoint Sites zu verwenden. Neu ist auch ein simpler Richtext Editor, welcher aber derzeit keine Aufzählungszeichen anbietet. Neu lässt sich ein ausgewähltes Element/eine Liste mit einem Fingerdruck im Browser öffnen. Auf Anfrage gibt es auch eine Enterprise-Version, welche zusätzliche Features bietet, wie Rebranding, Enterprise Search Services, User Profile und Premium support.
Die App bietet sehr viel und ich habe kauf Verbesserungswünsche. Vereinzelt ist die deutsche Übersetzung etwas unschön wie z.B. „Hinzufügen Item“, statt das gewohnte „Neues Element“. Schön wäre noch, wenn bei Gruppierten Ansichten Summen/Gesamtergebnisse unterstützt würden und bei Listenelementen die Versionshistorie angezeigt werden könnte. Doch durch den raschen Wechsel in die Browseransicht ist auch das möglich.
Der Preis von CHF 20.- ist im Vergleich zu Einfranken-Apps zwar kein Schnäppchen, aber dafür bekommt man eine solide Business-App die kaum Wünsche offen lässt.
Klingt Finley hat vor einem Jahr einen kurzen Vergleich erstellt von fünf Apps für das iPad.
Microsoft veröffentlicht die regelmässigen kumulativen Updates für SharePoint als Hotfix, welche angefordert werden müssen. Microsoft schickt anschliessend in einer E-Mail mit Betreff „Der von Ihnen angeforderte Link zum Hotfixdownload“ den Download-Link.
Für das Dezember 2011 CU funktioniert aber teilweise der Link nicht. Hier der direktlink zum Download: http://hotfixv4.microsoft.com/Microsoft SharePoint Server 2010/sp2/office2010kb2597014fullfilex64glb/14.0000.6114.5000/free/441699_intl_x64_zip.exe
Achtung, mit dem Download erklärt ihr euch mit den Microsoft Hotfix-Bestimmungen einverstanden!
Hier findet ihr eine Übersicht aller SharePoint Foundation/Server 2010 Updates und den Download-Links: http://moss-arvit.blogspot.com/2011/12/list-of-sharepoint-2010-updates.html
Sobald im SharePoint 2010 in einer Liste etwas mehr als 30 Zeilen angezeigt werden oder auf einer Zeile noch ein Bild angezeigt, erscheint ein Scrollbar. Lästig ist dabei, dass beim nach unten Scrollen die Kopfzeile der Tabelle verschwindet bzw. nicht mehr im sichtbaren Bereich ist. Bei umfangreichen Tabellen verliert man dann schnell den Überblick.
Leider gibt es keine eingebaute Funktion wie das „Fenster einfrieren“ im Microsoft Excel. Aber mit jQuery und einem jQuery Script lässt sich diese Funktion nachbauen. Im Internet gibt es schon ein Paar solche Lösungsansätze um Tabellen Kopfzeile zu fixieren, wie SharePoint 2010 jQuery: List Scrolling View with Frozen Header oder das jQuery Plugin .FixedHeaderTable(), aber keine davon funktioniert richtig zusammen mit SharePoint 2010.
Die Demo von Amit Phule sieht aufgrund der doppelten Scrollbars unschön aus und ich konnte diese gar nicht 1:1 zum Laufen bekommen. Das .FixedHeaderTable() Plugin versagt, weil die SharePoint HTML-Tabellenstruktur nicht den Anforderungen entspricht (THEAD fehlt), und wenn man dieses Problem mit etwas jQuery löst, funktionieren die Sortier- und Filter-Menüs auf den Spalten gar nicht mehr.
Darum hier eine funktionierende Alternative von mir, welche mit jQuery die Kopfzeile kopiert und eingefriert einblendet, wenn nötig. Mein Script passt die dynamischen Tabellen-Spaltenbreiten laufend an, funktioniert mit horizontalem Scrolling und berücksichtigt, ob der Ribbon sichtbar ist bzw. nicht! Die Sortier- und Filter-Menüs auf den Spalten funktionieren nach wie vor identisch, aber nur wenn nach oben gescrollt wird (auf der Original-Tabelle).
Die Einbindung ist simple, am einfachsten in der MasterPage jQuery und mein Script einbinden, fertig.
Fertiges Resultat der Einbindung
Enbindung: <script type=”text/javascript” src=”/SiteAssets/scripts/jquery-1.7.1.min.js”></script> <script type=”text/javascript” src=”/SiteAssets/scripts/FixedTableHeader.js”></script>
Download: FixedTableHeader.js
Nach der Installation eines SharePoint 2010 Cumulative Update (CU) vom August bis Dezember 2011 kann es sein, dass die Login-Formulare auf Mobilgeräten (iPhone, Android, Windows Phone) nicht mehr lädt. Auf der URL /_layouts/mobile/mbllogin.aspx erscheint dann diese Fehlermeldung:
Error
An error occurred during the compilation of the requested file, or one of its dependencies. Cannot access protected member ‘Microsoft.SharePoint.MobileControls.SPMobilePage.strReturnUrl’ via a qualifier of type ‘Microsoft.SharePoint.MobileControls.SPMobilePage’; the qualifier must be of type ‘ASP._layouts_mobile_mbllogin_aspx’ (or derived from it)
Ursache sind vier kleine Anpassungen in der Datei c:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\TEMPLATE\LAYOUTS\MOBILE\mbllogin.aspx.
Um das Problem zu lösen, habe ich einfach die Datei mbllogin.aspx aus der SharePoint Version 14.0.6029.1000 (SP1) zurückgespielt.
An der DotNetNuke 6 Launch Party vor etwa 10 Tagen konnten wir die verschiedenen Wege präsentieren um SharePoint mit DotNetNuke zu verbinden. Im Wesentlichen ging es um die Themen
Die Videos zu den Vorträgen findet ihr HIER.
Heute zeigte die aktuellste Version von Microsoft SharePoint Designer 2010 (14.0.6106.5005, 32-bit) diese Fehlermeldung beim Öffnen einer SharePoint Foundation 2010 Sub-Site:
Server error: Die Version von Microsoft SharePoint Foundation auf dem Server ist aktueller als die Version von SharePoint Designer, die Sie verwenden. Sie benötigen eine aktuellere Version von SharePoint Designer.
Als ich dieselbe Site im Browser öffnete, erhielt ich die Meldung “Fehler: Zugriff verweigert”, weil auf meinem PC ein Auto-Login aktiviert ist.
Sobald ich im Browser “mit anderem Benutzernamen anmeldete”, funktionierte SharePoint Designer 2010 normal.